• Sprachtherapeutische Praxis Kiel-Schilksee
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Mitglied im Deutschen Bundesverband der akademischen Sprachtherapeuten

Störungsbilder bei Erwachsenen

Sprachtherapie/ Logopädie bei Erwachsenen

Neben einer ausführlichen Anamnese und einer umfassenden Diagnostik wird in engem Kontakt mit Angehörigen, Ärzten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und dem Pflegepersonal ein abgestimmtes Therapieprogramm entwickelt und den jeweiligen Erfordernissen angepasst.


 

Zentrale Sprach- und Sprechstörungen

Nach einem Schlaganfall, einer Gehirnoperation, aber auch nach einem Unfall kann es zu einer Schädigung des Zentralen Nervensystems kommen und damit die Hirnareale oder auch die Nervenbahnen, die für die Sprache zuständig sind, beeinträchtigt werden.
Auch bei progressiven Krankheiten wie ALS, Parkinson, Ataxie oder Multipler Sklerose kann es zu derartigen Beeinträchtigungen kommen.

Aphasie

Je nach Schweregrad und Lokalisation sind die Klienten nach einer Gehirnschädigung nicht mehr in der Lage zu sprechen, Dinge zu benennen, gesprochene Inhalte zu verstehen, aber auch zu schreiben und zu lesen. Dies kann in allen Abstufungen vorliegen, von diskreten Abweichungen bis hin zu einer globalen Aphasie, bei der der Patient nicht mehr sprechen kann.
In der logopädischen Therapie wird möglichst unter Einbeziehung der Angehörigen und unter Berücksichtigung des Schweregrades der sprachlichen Ausfälle und der persönlichen Situation ein Therapieprogramm zusammengestellt, das von Wortfindungsstrategien über Deblockierungsmethoden bis hin zum Einsatz von nonverbalen Kommunikationsmitteln reichen kann.

Dysarthrophonie und Schluckstörung
Durch eine cerebrale Schädigung ist bei diesen Klienten die Sprechmotorik eingeschränkt, was sich auch auf die benachbarten Funktionen wie das Schlucken und die Stimme auswirken kann. Auch hier gibt es unterschiedliche Schweregrade bis hin zur Anarthrie.
Die logopädische Behandlung bietet das Arbeiten an den Funktionskreisen Atmung, Stimme und Artikulation. Das gesamte Management bei einer Schluckstörung kann Haltungsaufbau, Vermittlung von Schlucktechniken, Nahrungsanpassung umfassen. Entscheidend wichtig dabei ist die Kooperation mit den benachbarten Behandlern, wie der Pflege, Ärzten und Physiotherapeuten.

Sprechapraxie

Bei dieser Störung sind die auffälligsten Symptome in einer beeinträchtigten Planung und Umsetzung phonologischer Sequenzen in die Sprechmotorik zu sehen, oft einhergehend mit gestörtem Sprechfluss, orofazialen Suchbewegungen und aphasischen Symptomen.
Über multimodale Vorstellungshilfen werden korrekte artikulatorische Bewegungsprogramme aufgebaut oder kompensatorische Techniken erarbeitet.


Dysphonien / Stimmstörungen

Die Logopädie bietet Unterstützung bei organischen Stimmstörungen, die durch Lähmungen, Operationen an den Stimmbändern entstanden sind, ebenso wie bei funktionellen Stimmstörungen, die sich durch starke stimmliche Belastung in Heiserkeit oder in Stimmbandknötchen entwickelt haben.
Über Körperwahrnehmung wie Atmung, Haltung, Spannung - Entspannung, über das Erarbeiten der individuellen Sprechstimmlage und eines ökonomischen Stimmeinsatzes wird eine tragfähige Sprechstimme aufgebaut.